FREIE PLÄTZE: 2 Plätze ab August 2025

Pädagogisches Konzept

Pädagogische Arbeit in der Tagespflege “Sonnenschein“

1.Ziel

 Ich sehe die Tagespflege als eine Einrichtung, welche die Kinder auf ihre Zeit im Kindergarten vorbereitet. Das Hauptziel als Tagesmutter liegt darin, dass die Kinder zukünftig im Kindergarten sowohl ihre Sozialkompetenzen fördern als auch sich in einer fremden Gruppe schnell integrieren können. Sie sollen lernen ihre Wünsche und Bedürfnisse mitzuteilen, wie auch ihre Ideen zu äußern und umzusetzen. Letztendlich hoffe ich eine schöne familiäre Atmosphäre schaffen zu können und jeden Tag Spaß zu haben.

a. Werte, um mein Ziel zu erreichen Respekt, Regeln und Rituale

 Ich werde den Kindern erklären, dass jeder egal ob Mensch oder Tier, groß oder klein egal welcher Herkunft und Hautfarbe mit Respekt und Achtung behandelt wird. Durch folgende Regeln und Rituale bekommen die Kindern Sicherheit im Alltag:

 ✓ Vor dem Essen und nach dem Toilettengang Hände waschen!

 ✓ Bitte und Danke sagen!

✓ Keine Zerstörung von Spielsachen! 

✓ Rücksichtnahme auf andere Kinder! 

Durch die Wiederholung folgender Rituale erhalten die Kinder Sicherheit und Vertrauen: 

✓ Gemeinsam Essen 

✓ Vor Ruhezeit ein Buch vorlesen

 ✓ Begrüßungslied im Morgenkreis

b- Umgangsform 

Höflichkeit, Zuverlässigkeit und Ehrlichkeit sind für ein entspanntes Zusammensein in der Tagespflege unverzichtbar. Es ist wichtig, dass ich freundlich und in einem angemessenen Ton mit den Kindern von Auge zu Auge spreche. Ich achte darauf, dass sich die Kinder beim gemeinsamen Spielen mit Respekt behandeln, das bedeutet, sie sollen lernen Spielzeug zu teilen, beim Sprechen zu warten und nicht den Anderen zu unterbrechen, sie sollen nicht schlagen. 

Dies werde ich den Kindern beibringen, damit eine harmonische Atmosphäre beibehalten werden kann.

c- Besondere Beziehung, Wohlfühlen des Kindes 

Ich stütze mich bei meiner Arbeit auf das SGB VIII – Kinder- und Jugendhilfe Laut §22 (3) SGB VIII: “Der Förderungsauftrag umfasst Erziehung, Bildung und Betreuung des Kindes und bezieht sich auf die soziale, emotionale, körperliche und geistige Entwicklung des Kindes. Er schließt die Vermittlung orientierender Werte und Regeln ein. Die Förderung soll sich am Alter und Entwicklungsstand, den sprachlichen und sonstigen Fähigkeiten, der Lebenssituation sowie den Interessen und Bedürfnissen des einzelnen Kindes orientieren und seine ethnische Herkunft berücksichtigen.” Der Förderungsauftrag (Erziehung, Bildung und Betreuung) wird von mir interaktiv umgesetzt, um die Entwicklung des Kindes bestmöglich zu fördern. 

✓ Betreuung: Das Essen vorbereiten und auf den Tisch stellen 

✓ Erziehung: Regeln (siehe 3.1) 

✓ Bildung: Beim Verteilen des Essens bespreche ich den Gerichtsinhalt mit den Kindern und stelle ihnen Fragen z.B.: was ist das? Hat das jemand schon mal das gegessen? welche Farbe? etc. 

Dadurch haben wir täglich die Gelegenheit zu sprechen, neue Wörter kennenzulernen und Ideen auszutauschen. 

d- Freispielen eine (Selbst-)Bildung

Spielen ist die Haupttätigkeit eines Kindes. Nur durch tägliches Spielen erforscht das Kind seine Welt, setzt sich Regeln und versteht diese nachdem er sie ausprobiert hat z.B. Dass der Ball rund ist und ein Bauklotz eckig. Den Wert von Spielen werde ich in meinem täglichen Alltag mit den Kindern umsetzen. Ich beschütze mein Tagespflegekind beim Spielen mit der Sicherheit der Räume, mehr Plätze für die Bewegung, Ökologischen Spielzeugen die nicht zerbrechlich oder gefährlich in der Handhabung sind. Ich biete unterschiedliche Arten von Spielzeugen an, die sinnvoll für die Sinneserfahrungen des Kindes sind, wie beispielsweise sein Gleichgewicht oder Kreativität. Dazu benutze ich Spielzeuge wie Mobiles, Rasseln, Beißringe, leichte Kuscheltiere, Puppen aus weichen Materialien, Puzzle, Knete, Stifte, Bücher, Musik etc. Die Kinder brauchen meine Aufmerksamkeit beim Spielen, deswegen sehe ich beim Zusammenspielen die Gelegenheit in der Nähe meiner Tageskinder zu sein, damit sie eine vertraute Bindung zu mir entwickeln können. Das Kind kann mir während des Spielens seine Interessen mitteilen. Als Spielteilnehmer werde ich den Entwicklungsstand der Kinder erkunden, dadurch werde ich die Stärken und Schwächen der Kinder erfassen können.

e-Täglich draußen 

 Durch das Spielen in der Natur werden die Kinder Erfahrungen mit allen ihren Sinnen sammeln z.B. durch Fein- und Grobmotorik, Gleichgewicht halten und laufen. Die Natur ist äußerst sinnvoll für die geistige und körperliche Gesundheit des Kindes.  Durch Spaziergänge in der Natur beobachten und sammeln die Kinder neue Dinge wie lange Stöcke, Blätter, Eicheln und Kastanien, damit sie diese in der Tagespflege zum Basteln nutzen können und Idee entwickeln können, wie eine Musik Kastanien-Dose bauen oder farbige Kastanien zu malen und nutzen wie kleine Bällchen. Ich helfe dem Tagespflegekind, überall etwas Besonderes zu entdecken und seine Kreativität freien Lauf zu lassen.

f-Kreativität und Musik

 Ich fördere die Kreativität des Tagespflegekindes durch unterschiedliche Malutensilien wie Wachsmalstifte, Wasser- und Fingerfarben etc. und lasse sie damit experimentieren. Wir kneten gemeinsam ,  basteln und malen wir Dinge als Geschenke für Mama  und Papa.

Ich achte darauf, dass sie möglichst viel alleine machen können und die Stifte richtig mit den Fingern halten. Musik ist das Beste zur Entspannung und zum Freude bereiten, ich singe viel mit meinen Tagespflegekindern, nicht nur im Morgenkreis, sondern auch im Alltag z.B. vor dem Schlafen, beim Hände waschen , draußen in den Wald und einfach nach Laune und Lust.

Eingewöhnung: der Beginn eines neuen Lebensabschnittes

Die Eingewöhnungszeit ist nicht nur für das Kind und die Eltern hochsensibel, sondern auch für mich eine sehr wichtige Zeit. Ab dem Ersten Gespräch mit den Eltern werde ich die Eingewöhnungszeit erläutern und meine Methoden mit ihnen besprechen.

 Ich orientiere mich hierbei an das Berliner Model, durch die drei Phasen beachte ich das Verhalten des Kindes mit mir als Bezugsperson, anderen Kindern, die Umgebung und den Spielzeugen 

Grundphase: Das Kind kommt mit seiner Mutter und/oder Vater für eine Stunde in die Tagespflege und startet mit uns in unserem Morgenkreis.

 Da die Begleitperson die Aufmerksamkeit des Kindes haben wird, werde ich versuchen bereits eine vertraute Bindung mit dem Kind aufzubauen wie z.B. ein Spielzeug anbieten und/oder etwas Essen anzubieten

 Stabilisierungs-Trennungsphase: Ab dem vierten Tag wird das Kind ohne die Begleitperson für eine Zeit von 15 bis ca. 30 Minuten bei mir sein. An diesem Tag soll die Mutter ein Spielzeug oder ein Kuscheltier des Kindes mitnehmen und sollte in unmittelbarer Nähe oder zumindest erreichbar bleiben. 

Es sollte ein kleiner Abschied stattfinden, sodass die Begleitperson sagt, dass sie für kurze Zeit einkaufen geht oder kurz zur Toilette muss. Ich werde dem Kind Geborgenheit zeigen, es trösten und es mit seinem Lieblingsspielzeug ablenken oder mit ihm zusammen Spielen und singen.

Durch die verschiedenen Reaktionen der Kinder, wird die Eingewöhnungszeit optional geplant. Das Wichtigste ist, dass das Kind sich nicht unter Druck gesetzt fühlt. Die Trennungszeit wird täglich verlängert, bis das Kind gut integriert wurde. 

Schlussphase: Die Stabilisierungsphase ist abgeschlossen, wenn das Kind eine erste emotionale Bindung zu mir und den anderen Kindern geknüpft hat, dies bemerke ich anhand der positiven Reaktionen des Kindes z.B. durch ein Lächeln oder dass es mit den anderen Kindern interagiert. 

Routine im Tagesablauf – für kleine Kinder besonders wichtig

Unser Tag ist in verschiedene Abschnitte unterteilt, die immer wiederkehren und so Vertrauen und Verlässlichkeit für die Kinder bringen. Einzelne Tätigkeiten, wie Hände waschen, die Mahlzeiten, Zähne putzen oder natürlich der Mittagsschlaf strukturieren den Tag – die Kinder entwickeln eine Routine und lernen Abfolgen in einem Tagesablauf. Zwischen diesen festen Strukturen gibt es täglich wechselnde Angebote, die den Tag lebendig und abwechslungsreich gestalten 

  • 7:30 bis 08:40 Uhr:  Ankommen und Freispiel
  • 08:40 bis 09:20Uhr: Gemeinsames Frühstück
  • 09:20 bis 09:50Uhr: Morgenkreis : "Singen und lernen"  gestaltet  nach Projekte , spiele und Interesse die Kindern .
  • 10:00 bis 11:20 Uhr: Raus in die Natur- Spaziergang oder Spielplatz.
  • 11:20 bis 12:00 Uhr: Freies Spiele/ Bücher lesen/Essensvorbereitung
  • 12:00 bis 12:30 Uhr: Gemeinsames Mittagessen
  • 12:30 bis 14:00 Uhr: Mittagsschlaf
  • ab 14:15 Uhr:  Abholphase und  Freispiel